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Trike

Trike

– oder 3-rädriges KFZ – ein Traum es zu fahren und zu besitzen. Damals wurde es noch mit Käfermotoren angetrieben, heute voll mit Technik und hochleistenden Motoren. Was damals die 34PS waren, sind heute bis zu 200 PS bei fast gleichem Gewicht. Damals hatte man ein Zelt – heute gehört der Wohnwagen hinten dran, oder das Trike steht auf dem Trailer hinter einem Wohnmobil. Die Zeiten und Technik ändern sich, aber die Triker nicht. Es ist immer noch so, dass die Triker eine große Familie sind, wo jeder für jeden da ist. Hier spielt es keine Rolle was wer ist, welchen Beruf er hat oder Geld hat… Triker sind alle gleich und friedlich.

Ein Gefühl von Freiheit bietet das Cruisen über Land. Häufig – wie auch bei mir – kommen dann doch die Vergleiche zu Adlern, Indianern etc. hoch und werden teilweise gefühlt oder gelebt. Mit dem Trike-Virus kann man sich ganz schnell infizieren. Viele mieten sich erst mal ein Trike um es kennen zu lernen und steigen dann ganz schnell auf ein Eigenes um. Das Fahrverhalten, die frische Luft, der Fahrtwind – ach, es ist einfach herrlich. Auch wenn diese Hobby viel Geld verschlingt, wächst es doch an. Die heutigen Anschaffungspreise von (weit) über 20000,-€ schrecken da nicht ab, denn es gibt kaum einen Wertverlust. 

Jeder verändert sein Trike nach seinen Vorstellungen, daher gleicht kaum ein Trike dem Anderen obwohl die Grundform die gleiche ist. Wie auch bei den PKWs gibt es verschiedene Marken/Herssteller in Deutschland die eine große Palette an Fahrzeugen anbieten. Heute haben die Trikes 100-200 PS und ein 8-Gang Vollautomatikgetriebe. 

Ja mit damals nicht zu vergleichen, aber das feeling ist das Gleiche.

Sind wir Rocker?

Wiki bezeichnet Rocker folgend:

Rocker bezeichnet im deutschsprachigen Raum die Mitglieder einer ursprünglich aus den USA stammenden, motorradfahrenden Subkultur, welche sich oft in Motorradclubs, sogenannten Motorcycle Clubs (kurz MCs), organisieren. Auch Motorradfahrer, die nicht in Clubs organisiert sind, werden gelegentlich der Szene zugerechnet und als Freebiker (engl.: ‚freie Motorrad-Fahrer‘) bezeichnet.

In Abgrenzung zu anderen Motorradfahrern stellt das Motorradfahren für Rocker Teil eines gesamten Lebensstils dar, der sich oft bewusst von bürgerlichen Normen und gesellschaftlichen Regeln abgrenzt. Die Abgrenzung geschieht unter anderem durch entsprechendes Auftreten, wie zum Beispiel dem Tragen von Lederwesten, den sogenannten Kutten, mit auffälligen Kennzeichnungen in Clubfarben (Colors), Tätowierungen und der Verwendung von provozierenden Symbolen. Oft werden von überzeugten Rockern besonders modifizierte Motorräder gefahren (sogenannte Custombikes, speziell Chopper).

Auch wenn einiges auf uns zutrifft, wir sind Mitglieder in einem Club, wir tragen eine Kutte mit dem Colour und wir fahren besondere Fahrzeuge. Aber sind wir deshalb Rocker und grenzen uns den bürgerlichen Normen aus?

Ich denke nein. Auch wenn wir äußerlich von der Menschheit als Rocker bezeichnet werden, weil wir eben in Leder mit Kutte herumlaufen, sind wir keine. Triker sind eine eigene Gemeinschaft aller Lebensarten. Ob nun von A-wie Arbeitslos bis Z-wie Zahnarzt, ob hübsch oder hässlich, ob arm oder reich – alle Triker sind gleich – und benehmen sich auch so.

Wir sind nun mal eine große Familie, die auch so lebt, nur halt ohne Vater oder Mutter und nur ungeschriebene Regeln, die sich von selbst verstehen.

Wie ist es denn z.B. auf Triketrefffen?
Friedlich, freundlich und familiär. Man geht über den Platz, setzt sich zu den „Familienmitgliedern“ klönt, trinkt einen zusammen, tauscht Erfahrungen aus lernt auch nette neue Leute kennen, die man sicherlich auf anderen Treffen wiederfindet. Natürlich gibt es auch einen Zusammenhalt im eigenen Club/Fahrgemeinschaft o.ä., aber die anderen Clubs gehören genauso dazu. Einer ist für den Anderen da.

Es wird zusammen gefeiert, gelacht, geklönt bis tief in die Morgenstunden, bis man sich dann am nächsten Morgen irgendwann wiedersieht. Die Abende verlaufen friedlich und keiner lässt sich in seiner Ruhe stören.

Auch wenn man mal Probleme hat findet sich immer jemand mit dem man darüber reden kann. Ob man nun gut befreundet ist oder nicht. Hilfe bekommt man eigentlich immer.

Ich fahre nun schon seit fast 30 Jahren Trike , besuche einige Triketreffen und habe in dieser Zeit immer nur das Familiäre kennengelernt. Das ging schon damals los, als die Triker nur mit Zelten zu Treffen fuhren. Da gab es noch keine Wohnwagen, Wagenburgen, WoMos o.ä.. Da spürte man selbst auf dem Treffen noch die Freiheit in der wir beim Triken leben wollen und da hat sich bis heute nichts geändert. Die älteren Triker, die diese Zeit noch kennen werden das sicherlich bestätigen. Mit dem Trike gemütlich durch die Gegend cruisen und die Freiheit der Natur genießen – das ist das was wir wollen. Nicht umsonst ist so oft der Adler ein Symbol der Freiheit auf den Trikes.

Auch wenn ich in Leder rumlaufe, eine Kutte mit Colour trage, tätowiert bin und einer Interessengemeinschaft angehöre, bin ich KEIN ROCKER. Auch wenn das viele „Fremde“ und „Nichtwissende“ gerne behaupten. Ich bin einfach nur ein Triker, der mit Herz und Seele in der Großfamilie der Triker lebt und das nicht missen möchte.

Nicht wie im Fernsehen gesagt: „Rocker mit Herz“ sondern „Triker mit Herz“.

Hier ein Artikel von/bei HOBBY-MAP (war ca. 2011):

“Abschalten, frische Luft um die Nase wehen lassen, Stress abbauen – das sind mit Faktoren des Trikens!”

Wie ist bei Ihnen persönlich das Interesse an Trikes entstanden? Gab es dafür einen bestimmten Auslöser?

Ein Bekannter von mir besaß ein Trike und dann hatte auch noch ein Kunde von mir eine Trikevermietung. Geblendet von dem vielen Chrom und dem besonders Seltenem wuchs mein Interesse immer mehr. Zu der Zeit tendierte ich noch eher zu offenen Buggys, die auch selten waren, aber doch häufiger angeboten wurden oder auch relativ günstig als Bausätze zu haben waren, aber ein Trike war seit ich es näher kennengelernt hatte, doch etwas ganz anderes. Da war doch noch etwas mehr Offenheit da, die der Freiheit immer näher kam. 

Da Trikes zu der Zeit (Anfang der 90er) noch sehr selten auf unseren Straßen zu sehen waren, waren sie schon etwas Besonderes. Also nutze ich auch jede Möglichkeit mit einem Trike unterwegs zu sein. Immer wenn ein Trike mal nicht vermietet war, hat ich die Chance es zu fahren. Nach vielen Fahrten auf Miettrikes über ca. 3 Jahre kam dann auch schnell das erste eigene, gebrauchte Trike. Seitdem habe ich bis jetzt schon 2 neue Trikes als Neufahrzeuge vom Händler gekauft und nach meinen Vorstellungen verändert.

Was macht für Sie den Reiz und die Faszination am Trike-Fahren aus?

Es ist nicht das Rasen sondern das cruisen durch die Landschaft. Sehen und gesehen werden – war und ist das Motto. Triken gibt das Gefühl der Freiheit. Ich persönlich verbinde das Trike auch mit dem Wesen der Adler und Indianer. Abschalten, frische Luft um die Nase wehen lassen, Stress abbauen – das sind mit Faktoren des Trikens. Besonders in den frühen 90ern, wo die Trikes noch teilweise ohne Helmpflicht gefahren werden durften. Einfach nach der Arbeit auf´s Trike ´ne kleine Runde drehen und der Tagesstress war abgebaut, oder einfach mal in eine Eisdiele oder ein Dorfcafé – das Trike direkt davor und immer im Blick.

Wie kann man sich das Hobby „Trike“ in der Praxis vorstellen? Was für Themen und Aktivitäten gehören zu diesem Hobby alles dazu? 

Themen und Aktivitäten ergeben sich meist durch Mitgliedschaften in Clubs, Fahrgemeinschaften oder Vereinen. Gemeinsame Ausfahrten, Treffen, Veranstaltungen aber auch Sonderaktionen wie Kinderfahrten für einen guten Zweck gehören dazu. Sicherlich gibt es auch viele „Alleinfahrer“, die einfach nach Lust und Laune für sich durch die Gegend cruisen. 

Sicherlich gehörte in der Vergangenheit auch ein wenig „Schrauberwissen“ dazu. Zu reparieren oder basteln gab es immer etwas. Jedes Trike ist etwas individuelles, das sich sein Besitzer nach seinen Vorstellungen, Gedanken und Gefühlen zurechtmacht. Ob nun durch Anbauten, Verzierungen, Lackierungen u.v.m. Jeder Triker verbindet etwas anderes zu seinem Trike, aber bei allen ist es der Hauch der Freiheit.

Sicher waren Sie mit Ihrem Trike auch schon mal auf Triker-Treffen oder Ähnlichem. Was kann man dort alles erleben, wie lassen sich die Leute und die Stimmung dort beschreiben?

Es gibt mittlerweile in Deutschland (und auch schon im Ausland) viele Triketreffen, wovon man viele anfährt um Gleichgesinnte kennenzulernen oder wieder zu treffen, um die Trikes zu bewundern, neue Tipps für Erweiterungen, Verbesserungen oder Umbauten ein zu holen. Aber auch will man an so einem Wochenende viel Spaß und Freude haben und natürlich auch feiern bis der Arzt kommt. Die Stimmung ist auf den Treffen immer spitzenmäßig und vor allem ruhig, ich meine ohne Ausschreitungen, Prügeleien o.ä. Alle Triker sind eine große Familie.

Angereist wird mit Trike und Wohnwagen oder Zelt. In der Regel dauern die Treffen von Freitag bis Sonntag. Samstags gibt es meistens eine Ausfahrt durch die schöne Landschaft, die die weit angereisten gar nicht kennen. Viele Triker fahren mehrere 100 Kilometer um ein Treffen anzufahren. Hinzu zu den ganzen Treffen hat man seine Verbindung untereinander auch durch mehrere Foren im Internet.

Wie sind eigentlich so die Reaktion der „normalen Leute“ wenn Sie irgendwo mit Ihrem Trike aufkreuzen? Von offenen Mündern bis zu Kopfschütteln ist doch sicher alles dabei oder?

Hier gibt es verschiedene Meinungen. Klar wird man häufig durch die Lederklamotten als Rocker abgestempelt und einigen Leuten sind die Trikes auch zu laut, obwohl alles was angebaut ist, auch den TÜV-Segen hat. Aber es gibt nun mal laute und leise Auspuffanlagen und beim Trike sind sie halt häufig etwas lauter als bei manchem PKW. Wenn man aber mit dem Trike durch die Gegend fährt, drehen sich die Leute schon um, besonders wenn man mit mehreren Trikes gemeinsam fährt. Irgendwo abgestellt erregt ein Trike eigentlich immer Aufmerksamkeit. Die Leute bleiben schon stehen und bewundern die Fahrzeuge von allen Seitenund freuen sich, wenn sie auch mal die eine oder andere Frage beantwortet bekommen.

Welche Tipps haben Sie abschließend für all jene, die sich näher mit dem dem Thema Trike beschäftigen wollen. Was sollte man beim Kauf oder gar dem Import eines solchen Fahrzeugs beachten, wie und wo findet man Kontakt zur Szene? 

Import muss nicht unbedingt sein. Es gibt so einige deutsche Hersteller, die über ein Händlernetz Trikes anbieten. Einen ersten Einblick erhält man am besten über eine Trikevermietung, in dem man sich 1, 2 mal ein Trike ausleiht um ein Gefühl dafür zu bekommen. Fragen zum Thema beantworten alle Triker selbst oder man wendet sich an einen der zahlreichen Trike-Clubs in Deutschland. Jede Menge an Adressen findet man im Internet.

Zum Einstieg werden häufig auch gebrauchte Trikes angeboten, aber auch hier sollte man sich vorher schon mit der Materie vertrau gemacht haben und evtl. jemanden mitnahmen, der sich mit dem Thema auskennt. Es ist schon so manch einer auf den Bauch gefallen, weil er sich vorher nicht informiert hat und viel Lehrgeld bezahlen musste.

Also nicht scheuen – Triker sind keine Unmenschen und helfen immer gerne weiter (Jedenfalls alle, die ich kenne – und das sind eine ganze Menge)

Vielen Dank, dass Sie uns mehr über das Hobby Trike erzählt haben.

Du hast auch ein Hobby oder kennst Menschen die eine große Leidenschaft haben? Dann melde dich bei uns per Mail an hobby@hobbymap.de oder über unser Kontaktformular!

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Unser Trike 2018

Unser Trike, ein Rewaco RF1.

Wir haben dies Trike neu seit 8/2008. Die Bilder werden häufiger mal ausgetauscht, damit immer ein aktueller Stand zu sehen ist.

Was ist an diesem Trike alles anders, als bei dem Trike ab Werk?

– Edelstahl-Bügel als Heckstoßstange

– 3-Fußkopfstütze erhöht

– Windschild auf dem Lenker

– Rück-Spiegel im Skull-Design

– 6 LED-Scheinwerfer vorne und 6 LED-Rückleuchten hinten

– Musikanlage wasserfest mit 6 Lautsprechern

– Zierfiguren auf den Scheinwerfern

– Verschiedene Signalhörner / Sirene 125dB

– Tagfahrlicht LED mit integrierten Blinkern (20+10LED je Seite)

– Sportschalensitz Fahrer

– aufgepolsterte Sitzkissen

– Sitzheizung vorne und hinten 3-stufig

– Griffheizung 2-stufig

– Alarmanlage

– Rückfahrt-Bildschirm bei Wohnwagenbetrieb

– Handyhalterung mit Induktionsladung

– Go-Pro Halterungen für Tourenaufzeichnungen

– Steckdosen 12V und USB vorne

– wetterfeste Edelstahlschalter 

– Maximal Reifenbreite 335/30 ZR 18

– Diverse Zierembleme – meist Skulls

– Schädel vorne 

– 39mm Style-Lenker

– verkürzter Schaltknauf

– Verstärkungen der Lampenstangen

– Rangierspiegel an den Lampenstangen

– Massive Halter für WoWa-Spiegel

– Anhängerkupplung mit 650kg Zuglast bei 40kg Stützlast

– Spez. Lederanfertigungen an Rammschutz, WoWa-Spiegeln, Fender …

– selbst entworfene spezialgeplotterte Decals

– U.v.m. (man muss ja nicht alles verraten)

aber alles zugelassen oder eingetragen…

Hier eine kleine Slideshow mit Bildern vom Wohnwagen Rapido.

Das Vorgänger-Trike ein Rewaco HS4 (2003-2008)